Mit dem Blick einer Eule

Mit dem Blick einer Eule

Naturverbindung über die Ferne

Wir freuen uns sehr, dass es funktioniert! Eine intensive Zeit in und mit der Natur, angeregt durch einen unserer Online-Kurse. 

„Als ich letzten Samstag kurz nach 6 Uhr morgens von dem schlafendem Dorf in die lebedinge Welt des Waldes eingetaucht bin, habe ich eine Erfahrung gemacht, die ich nicht so schnell vergessen werde.

Nach zwei Tagen des Seminars „Wildnispädagogik und Naturfotografie“, habe ich langsam verstanden und gelernt, alle meine 5 Sinne und die Wahrnehmung meiner Umgebung wirklich hochzufahren.  Da ich schon immer oft und sehr gerne Zeit in der Natur verbracht habe und seit 10 Monaten in Naturschutzgebieten arbeite, dachte ich, dass ich bereits eine sehr starke Verbindung mit der Natur habe. Umso mehr war ich über die Auswirkungen von den verschiedenen Übungen erstaunt.

Entscheidend war für mich der Fuchsgang, der mir an dem Morgen zuerst ziemlich schwerfiel. Ich war am Anfang ein bisschen genervt, da ich selbst bemerkt habe, dass ich sehr laut bin und schon einige Vögel verscheucht habe. Nach mehreren Minuten Pause und sehr zögernden, vorsichtigen Schritten, wurde ich nicht mehr als Gefährdung betrachtet und im Wald akzeptiert. Auf einmal fliegt ein Buchfink in meinem Blinkwinkel direkt an mir vorbei. Ich konnte ihn nicht nur ohne Fernglas klar erkennen, sondern auch seinen Weg genau verfolgen. Als ich angefangen habe alle Einzelheiten zu bemerken, wusste ich gar nicht mehr, wo ich überhaupt hinschauen sollte. Hier hörte ich etwas Kleines auf den Blättern krabbeln, dort rannte schnell eine Maus durch das Laub. Und dann als Krönung trommelt ein wunderschöner Buntspecht genau über mir.

Warum war das für mich so ein besonderes Erlebnis? Ich bin es gewohnt, mit einem Fernglas unterwegs zu sein und die spannende Artenvielfalt und Schönheiten im Wald aus einer gewissen Distanz zu beobachten. Im Hinterkopf habe ich immer als Gedanke, dass ich im Wald als Besucher da bin und es als Verantwortung sehe, dass die Pflanzen und Tiere sich nicht von mir und meinen Mitmenschen oder anderen Besuchern gestört fühlen sollen. An diesem Morgen, als ich wie ein Fuchs durch den Wald ging und mit dem Blick einer Eule meine Umgebung mit Begeisterung beobachtete, fühlte ich mich selbst als Teil vom Ökosystem, als Teil vom chaotischen Geschehen. Ich war keine Störung im Wald, sondern ich gehörte dazu & ich brauchte kein Fernglas! Diese starke Verbundenheit habe ich noch nie gespürt…

Ich bin sehr dankbar für diese spannende Erfahrungen, die ich durch das Seminar machen konnte, obwohl es online war. Merci beaucoup an Jürgen!“

So schön, zu lesen von dieser Veränderung hin zu einem tiefen Gefühl von Verbundenheit. 

Vielen lieben Dank Irene fürs Teilen deiner Erlebnisse an diesem Tag!